Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

§ 1 Geltungsbereich und Rolle der Plattform

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der Plattform Desiry, betrieben von:

Bernas Haydar (Einzelunternehmen, Haydev Solution)
Kallenbergstraße 26
70825 Korntal-Münchingen
E-Mail: support@thiscut.de

Desiry ist eine Online-Plattform, die es Kunden ermöglicht, Beauty- und Friseurdienstleistungen bei teilnehmenden Salons zu suchen und zu buchen. Desiry tritt ausschließlich als Vermittler auf und stellt die technische Infrastruktur bereit. Der Vertrag über die Erbringung der Salondienstleistung kommt ausschließlich zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Salon zustande. Desiry wird nicht Vertragspartei dieses Dienstleistungsvertrags und schuldet selbst keine Salondienstleistung. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den externen Zahlungsdienstleister Stripe (§ 6).

§ 2 Registrierung und Nutzerkonto

  1. Für die Nutzung bestimmter Funktionen (insbesondere Buchungen) ist eine Registrierung erforderlich. Der Nutzer verpflichtet sich, wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen.
  2. Die Nutzung von Desiry ist nur voll geschäftsfähigen natürlichen Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Salons dürfen sich nur registrieren, wenn sie Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind; die Registrierung als Salon erfolgt durch eine zur Vertretung berechtigte Person.
  3. Nutzer können sich als Kunde oder als Salonbetreiber registrieren. Die Rechte und Pflichten unterscheiden sich je nach Rolle.
  4. Der Nutzer ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten verantwortlich und haftet für alle Aktivitäten, die über sein Konto vorgenommen werden.
  5. Desiry behält sich das Recht vor, Nutzerkonten bei Verstoß gegen diese AGB zu sperren oder zu löschen.

§ 3 Leistungen der Plattform

  1. Desiry stellt eine Plattform zur Verfügung, auf der Salons ihre Dienstleistungen präsentieren und Kunden diese Dienstleistungen buchen können.
  2. Desiry ist nicht Vertragspartner der zwischen Kunden und Salons geschlossenen Dienstleistungsverträge und haftet nicht für die Qualität, Durchführung, Rechtzeitigkeit oder Verfügbarkeit der von Salons angebotenen Leistungen.
  3. Die von Salons eingestellten Angaben (insbesondere Leistungen, Preise, Verfügbarkeiten und Öffnungszeiten) sind fremde Inhalte. Desiry übernimmt für deren Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität keine Gewähr.
  4. Desiry bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform, schuldet diese jedoch nicht und garantiert sie nicht. Wartungsarbeiten, technische Störungen, höhere Gewalt sowie Störungen bei Drittanbietern (z.B. Hosting, Zahlungsdienst, Benachrichtigungsdienste) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.

§ 4 Unternehmereigenschaft der Salons und Ranking

  1. Alle auf Desiry gelisteten Salons sind Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verträge über Salondienstleistungen kommen daher zwischen dem Kunden und einem Unternehmer zustande; die gesetzlichen Verbraucherrechte (insbesondere aus dem Verbrauchervertrags- und Gewährleistungsrecht) gelten gegenüber dem jeweiligen Salon als Vertragspartner.
  2. Die Reihenfolge, in der Salons in Suchergebnissen, im Feed und auf der Karte angezeigt werden, richtet sich primär nach der Entfernung zum vom Kunden gewählten bzw. freigegebenen Standort. Nachrangig können Bewertungen und die aktuelle Verfügbarkeit von Terminen berücksichtigt werden. Kunden können die Ergebnisse zusätzlich nach Branche und Leistung filtern.
  3. Es gibt keine bezahlten Platzierungen: Kein Salon kann sich gegen Entgelt eine bessere Position im Ranking verschaffen. Die von Salons an Desiry gezahlte Vermittlungsgebühr (§ 6 Abs. 6) hat keinen Einfluss auf die Reihenfolge.

§ 5 Buchungen

  1. Kunden können über Desiry Termine bei teilnehmenden Salons buchen. Mit Absenden der Buchung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot gegenüber dem Salon ab.
  2. Der Vertrag über die Dienstleistung kommt zwischen Kunde und Salon zustande, wenn der Salon die Buchung bestätigt bzw. – bei automatischer Bestätigung – mit Eingang der Bestätigung. Bei Salons mit Online-Zahlung ist die erfolgreiche Reservierung des Zahlbetrags (§ 6 Abs. 2) Voraussetzung für das wirksame Angebot des Kunden.
  3. Bestätigt der Salon eine Buchung nicht bis zum vereinbarten Terminbeginn, gilt das Angebot des Kunden als abgelehnt; eine etwaige Reservierung des Zahlbetrags wird aufgehoben. Der Kunde wird hierüber benachrichtigt.
  4. Der Kunde erhält eine Buchungsbestätigung mit den relevanten Details (Salon, Dienstleistung, Datum, Uhrzeit, Preis).
  5. Preise werden vom jeweiligen Salon festgelegt. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt der Buchung angezeigte Preis.

§ 6 Zahlungen, Gebühren und Rückerstattungen

  1. Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über den externen Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Es gelten ergänzend die Bedingungen von Stripe. Desiry ist nicht Zahlungsdienstleister, sondern nutzt Stripe als Zahlungsdienst-Nutzer, und tritt nicht als Vertragspartei des Zahlungsvorgangs auf.
  2. Online-Zahlung (Salons mit Stripe-Konto): Mit Absenden der Buchung wird der Zahlbetrag auf dem Zahlungsmittel des Kunden lediglich reserviert(Autorisierung). Die Abbuchung erfolgt erst, wenn der Salon die Buchung bestätigt. Sagt der Salon ab oder bestätigt er nicht rechtzeitig (§ 5 Abs. 3), wird die Reservierung aufgehoben, ohne dass eine Belastung erfolgt. Der abgebuchte Betrag wird über Stripe Connect – abzüglich einer etwaigen Vermittlungsgebühr von Desiry (Abs. 6) – an den jeweiligen Salon ausgezahlt. Der Salon ist Zahlungsempfänger; der Anspruch auf das Entgelt für die Salondienstleistung steht dem Salon zu.
  3. Zahlung vor Ort (Salons ohne Stripe-Konto): Bietet ein Salon keine Online-Zahlung an, wird über Desiry lediglich der Termin angefragt und bestätigt. Die Bezahlung der Dienstleistung erfolgt unmittelbar im Salon nach dessen Bedingungen. Desiry ist an diesem Zahlungsvorgang nicht beteiligt.
  4. Vertragspartner des Kunden für die gebuchte Dienstleistung ist ausschließlich der Salon. Eine Rechnung bzw. ein Beleg über die Dienstleistung wird daher vom Salon ausgestellt. Desiry versendet nach erfolgreicher Zahlung lediglich eine Zahlungsbestätigung, die keine Rechnung des Salons ersetzt.
  5. Desiry haftet nicht für Störungen, Verzögerungen, Ablehnungen oder Fehler im Rahmen der Zahlungsabwicklung, die im Verantwortungsbereich von Stripe oder der beteiligten Zahlungsinstitute liegen. Kommt eine Zahlung nicht zustande, kommt keine wirksame Buchung zustande.
  6. Vermittlungsgebühr: Die Nutzung von Desiry ist für Salons derzeit kostenlos; Desiry erhebt zum aktuellen Zeitpunkt keine Vermittlungsgebühr. Desiry behält sich vor, künftig für jede über Desiry erfolgreich vermittelte und online bezahlte Buchung eine Vermittlungsgebühr von bis zu 1,00 € (brutto) einzuführen. Die Einführung oder Änderung der Gebühr wird dem Salon mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail und in der App mitgeteilt und gilt nur für Buchungen, die nach dem Inkrafttreten abgegeben werden. Der Salon kann bis zum Inkrafttreten kündigen (§ 11); nutzt er Desiry nach Inkrafttreten weiter, gilt die Gebühr als vereinbart. Desiry ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG; Umsatzsteuer wird nicht ausgewiesen. Eine Gebühr wird vom Auszahlungsbetrag an den Salon einbehalten und nicht zusätzlich auf den vom Salon angezeigten Preis aufgeschlagen. Für Kunden ist die Nutzung von Desiry kostenlos.
  7. Kosten des Zahlungsdienstleisters: Bei Online-Zahlungen ist der Salon gegenüber Stripe Zahlungsempfänger. Die Transaktionsgebühren von Stripe (derzeit ca. 1,5 % zzgl. 0,25 € je Zahlung für europäische Karten, maßgeblich sind die jeweils aktuellen Stripe-Konditionen) trägt der Salon; sie werden von Stripe direkt vom Zahlbetrag abgezogen.
  8. Rückerstattungen: Wird ein Termin storniert oder abgesagt (§ 8) oder die Leistung nicht erbracht, wird eine noch nicht abgebuchte Reservierung aufgehoben; ein bereits abgebuchter Betrag wird über Stripe an das ursprüngliche Zahlungsmittel zurückerstattet. Desiry stellt hierfür lediglich die technische Abwicklung bereit. Ansprüche wegen Nicht- oder Schlechterbringung der Dienstleistung richten sich gegen den jeweiligen Salon als Vertragspartner; Desiry schuldet selbst keine Erstattung des Dienstleistungsentgelts.

§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher

  1. Vertragspartner der Salondienstleistung ist der jeweilige Salon. Ein etwaiges gesetzliches Widerrufsrecht besteht daher gegenüber dem Salon, nicht gegenüber Desiry.
  2. Bei Dienstleistungen, die für einen spezifischen Termin bzw. Zeitraumgebucht werden, kann das Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 2 BGB ausgeschlossen sein. Im Übrigen gelten die Stornierungsregelungen nach § 8.

§ 8 Stornierung und Absage

  1. Stornierung durch den Kunden: Buchungen können bis zu 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei storniert werden; eine Reservierung wird aufgehoben, ein bereits abgebuchter Betrag vollständig zurückerstattet. Bei Stornierung weniger als 24 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen ist der Salon berechtigt, den bereits abgebuchten Betrag als Ausfallentschädigung einzubehalten; eine Rückerstattung liegt dann im Ermessen des Salons. Der Kunde wird vor der Stornierung in der App auf diese Folge hingewiesen. Noch nicht abgebuchte Reservierungen werden in jedem Fall aufgehoben.
  2. Absage durch den Salon: Salons können Buchungen aus triftigen Gründen absagen (z.B. Krankheit, höhere Gewalt). Der Kunde wird unverzüglich benachrichtigt; eine Reservierung wird aufgehoben, eine bereits abgebuchte Zahlung über Stripe vollständig zurückerstattet (§ 6 Abs. 8).
  3. Desiry ist an Stornierungen und Absagen nicht beteiligt und haftet nicht für hierdurch entstehende Kosten oder Schäden.

§ 9 Pflichten der Salonbetreiber

  1. Salonbetreiber verpflichten sich, wahrheitsgemäße und aktuelle Angaben zu ihrem Salon, ihren Dienstleistungen und Preisen zu machen.
  2. Salonbetreiber sind allein für die ordnungsgemäße und rechtzeitige Erbringung der gebuchten Dienstleistungen sowie für die Einhaltung der sie betreffenden gesetzlichen Pflichten (z.B. Gewerbe-, Steuer- und Hygienevorschriften) verantwortlich.
  3. Salonbetreiber stellen sicher, dass sie über alle erforderlichen Genehmigungen und Qualifikationen verfügen, und stellen Desiry von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung dieser Pflichten beruhen. Desiry kann vor Freischaltung und jederzeit danach entsprechende Nachweise (z.B. Gewerbeanmeldung, Handwerkskarte, Fachkunde- oder Versicherungsnachweise) anfordern und die Freischaltung von deren Vorlage abhängig machen.
  4. Salonbetreiber akzeptieren, dass Kunden nach einem abgeschlossenen Termin Bewertungen abgeben können.

§ 10 Bewertungen

  1. Kunden können nach einem abgeschlossenen Termin eine Bewertung für den besuchten Salon abgeben. Bewertungen müssen wahrheitsgemäß und sachlich sein.
  2. Es ist untersagt, beleidigende, diskriminierende, unwahre oder irreführende Bewertungen abzugeben.
  3. Desiry behält sich das Recht vor, Bewertungen zu entfernen, die gegen diese Richtlinien verstoßen.
  4. Bewertungen können nur von Kunden abgegeben werden, die den Termin tatsächlich wahrgenommen haben.

§ 11 Laufzeit, Kündigung und Kontolöschung

  1. Der Nutzungsvertrag über die Plattform wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Für Kunden ist die Nutzung kostenlos.
  2. Nutzer können den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen, indem sie ihr Konto in der App löschen (Profil → Konto löschen). Mit der Löschung endet der Zugang zur Plattform; personenbezogene Daten werden nach Maßgabe der Datenschutzerklärung gelöscht bzw. anonymisiert.
  3. Die Kontolöschung ist erst möglich, wenn keine bevorstehenden Buchungen mehr bestehen. Diese sind zuvor nach § 8 zu stornieren oder wahrzunehmen. Dies gilt für Kunden und Salons gleichermaßen.
  4. Desiry kann den Nutzungsvertrag mit einer Frist von 14 Tagen in Textform kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bzw. Sperrung aus wichtigem Grund (insbesondere bei Verstößen gegen diese AGB, missbräuchlicher Nutzung oder fehlenden Nachweisen nach § 9 Abs. 3) bleibt unberührt.

§ 12 Haftung

  1. Desiry haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit und nach dem Produkthaftungsgesetz.
  2. Für leichte Fahrlässigkeit haftet Desiry nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
  3. Im Übrigen ist die Haftung von Desiry ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schäden aus der Nicht-, Schlecht- oder verspäteten Erbringung der Salondienstleistung durch den Salon, aus dem Verhalten von Nutzern, aus der (Nicht-)Verfügbarkeit der Plattform sowie aus technischen Störungen der Buchungsabwicklung (z.B. fehlgeschlagene, fehlerhafte oder doppelte Buchungen, nicht zugestellte Benachrichtigungen, Ausfälle von Drittanbietern wie Hosting-, Zahlungs- oder Benachrichtigungsdiensten), soweit nicht Abs. 1 oder Abs. 2 greift.
  4. Die Haftung für Datenverlust wird auf den typischen Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Nutzer eingetreten wäre.
  5. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen von Desiry.

§ 13 Geistiges Eigentum

Alle Inhalte der Plattform Desiry (Texte, Grafiken, Logos, Software) sind urheberrechtlich geschützt. Eine Nutzung über die bestimmungsgemäße Verwendung der Plattform hinaus bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung von Desiry.

§ 14 Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

§ 15 Änderung der AGB

  1. Desiry behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Registrierte Nutzer werden über Änderungen rechtzeitig per E-Mail informiert.
  2. Widerspricht der Nutzer den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung und nutzt er die Plattform weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf die Bedeutung des Schweigens wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.

§ 16 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
  2. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist der Geschäftssitz des Anbieters, sofern der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
  3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand: Oktober 2026